Patienten mit Halitosis haben einen Zungenbelag mit einer bis zu 25-fach höheren Bakteriendichte pro Flächeneinheit auf der Zunge als Menschen ohne Halitosis. Aus diesem Grund ist die Zungenreinigung bei diesen Patienten besonders wichtig.
Zusätzliche Faktoren für Halitosis
Gingivitis, Parodontitis
verminderter Speichelfluss
mangelhafte Mundhygiene
unerkannte Karies
Speisereste am Zahnersatz
andere lokale Infektionen (Candidiasis, Perikoronitis, Periimplantitis)
Mundatmung
Stress
Rauchen
Alkoholkonsum
Medikamenteneinnahme
Epidemiologie von Halitosis
In internationalen epidemiologischen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass Mundgeruch in fast allen Ländern der Welt gleich häufig auftritt. Das zeigt, dass z. B. individuelle Ernährungsgewohnheiten als Ursache für Halitosis eigentlich nicht in Frage kommen.
Einige Zahlen:
Etwa 25 % der Menschen leiden zu bestimmten Tageszeiten unter sozial inakzeptablem Mundgeruch.
Ältere Menschen sind häufiger betroffen als jüngere.
In einer Umfrage unter deutschen Zahnärzten sagen 58 % der Befragten, sie kennen einen Kollegen, der Mundgeruch hat*.
In der Regel nehmen Menschen ihren eigenen Mundgeruch nicht wahr, was sich im zwischenmenschlichen Bereich als erheblicher Störfaktor erweisen kann. Viele Patienten erleben es als sehr belastend, wenn sie vom sozialen Umfeld auf Halitosis angesprochen werden. Deswegen wird Halitosis oft nicht aktiv beim Zahnarzt thematisiert. Viele Betroffene sind allerdings dankbar, wenn sie vom Zahnarzt auf das Problem angesprochen werden, weil sie hier kompetente Hilfestellung erwarten können.
Mundgeruch belastet bei vielen Betroffenen die Beziehungen zu anderen Menschen.
Die meisten Betroffenen leiden sehr unter ihrem Mundgeruch und möchten gerne etwas dagegen unternehmen.
Patienten nehmen Hilfestellungen des Zahnarztes gerne an, weil sie hier kompetente Hilfe erwarten können.