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Beiträge vom GABA-Innovations-Symposium am 16. April 2010 in Berlin






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Filamente

Fachbegriff für Borsten einer Zahnbürste. Die Borsten einer Zahnbürste sollten generell aus Kunststoff sein, da Naturborsten leicht brechen und die scharfen Bruchkanten das Zahnfleisch verletzen können. Die Kunststoff-Borsten sollten eine gute Endabrundung aufweisen oder konisch zulaufen, um Verletzungen von Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden. Harte Borsten können Schäden an der Zahnhartsubstanz verursachen. Aus diesem Grund sind weiche bis mittelweiche Borsten empfehlenswert.




Fissurenversiegelung

Aus den Fissuren (enge Spalten vor allem auf den Kauflächen der Backenzähne) lassen sich bakterielle Zahnbeläge oft nur schwer entfernen. Hier entsteht häufig Karies. Bei der Fissurenversiegelung werden diese Spalten mit Kunststoff aufgefüllt. Die Ansiedlung von Zahnbelägen wird so verhindert. Gleichzeitig sind diese Bereiche dann leichter zu putzen. Frisch durchgebrochene Zähne sind besonders kariesempfindlich. Deshalb ist die Fissurenversiegelung vor allem wichtig bei Kindern und Jugendlichen.




Fluorapatit

Mineralischer Bestandteil des Zahnschmelzes. Entsteht durch Fluorideinbau in den Hauptbestandteil Hydroxylapatit. Dieser Einbau stabilisiert die Apatitstruktur und hilft so, die Zahnhartsubstanz vor Karies zu schützen.




Fluorid

Wichtigstes Element der Kariesprophylaxe. Fluoride in Mund- und Zahnpflegemitteln erfüllen drei wichtige Funktionen für die Erhaltung der Zahngesundheit:
- Sie fördern die Wiedereinlagerung von Schmelzbestandteilen in den Zahn und verhindern dadurch die Entstehung von behandlungsbedürftigen "Löchern". Ein unter der Zahnoberfläche beginnender Schaden kann durch Fluoridanwendung vollständig geheilt werden.
- Bakterien im Zahnbelag (Plaque) wandeln Zuckerbestandteile der Nahrung in Säuren um, die den Zahnschmelz auflösen. Fluoride werden in den Zahnschmelz eingelagert und machen ihn so widerstandsfähiger gegen diese Säureangriffe.
- Aminfluoride hemmen zudem den Stoffwechsel dieser Plaquebakterien und reduzieren so die Säureproduktion.


Fluorid (Salz, Fisch, Schwarztee, Mineralwasser)

Fluorid in Salz, Fisch, Schwarztee und Mineralwasser




Fluoriddepot

Besonders stabile fluoridhaltige Deckschicht auf dem Zahnschmelz. Entsteht vor allem bei der Anwendung von Produkten mit Aminfluorid. Dieses Depot gibt kontinuierlich Fluorid ab, vor allem bei Säureangriffen. Dadurch wird der Schmelz gerade in kritischen Momenten besonders wirksam mit Mineralien versorgt (remineralisiert) und damit vor Karies geschützt.




Fluoridprophylaxe

Verhütung der Zahnkaries durch Anwendung von Fluoriden, vor allem durch lokale Anwendung in Zahnpasten oder Mundspülungen. Auch Produkte, bei denen das Fluorid in den Körper aufgenommen wird (Salz, Nahrungsmittel oder Mineralwasser) wirken in erster Linie lokal am Zahn.




Fluoridspülung

Gebrauchsfertige, fluoridhaltige Wirkstofflösung für zusätzlichen Kariesschutz, die bei den heutigen Ernährungsgewohnheiten eine wichtige Ergänzung der täglichen Mundhygiene darstellt. Man unterscheidet Fluoridspülungen nach ihren Produktleistungen: Zahnspülungen, wie z.B. elmex Kariesschutz Zahnspülung, dienen vor allem der Kariesvorbeugung. elmex SENSITIVE Zahnspülung ist speziell geeignet für Personen mit freiliegenden Zahnhälsen und schmerzempfindlichen Zähnen. meridol Mundspülung schützt wirksam vor Zahnfleischentzündungen (Gingivitis)und des Zahnhalteapparates (Parodontitis).




Fluorose

Erkrankung, die durch langfristige Überdosierung von Fluorid vor dem Zahndurchbruch entsteht. Ihre mildeste Ausprägung sind weißliche Linien oder Flecken auf dem Zahnschmelz. An den bleibenden Zähnen entstehen sie, wenn bis zum Alter von 6-8 Jahren regelmäßig zu hohe Fluoridmengen aufgenommen werden. Da Kleinkinder regelmäßig einen Teil der Zahnpasta verschlucken, sollte bis zu einem Alter von 6 Jahren eine Kinder-Zahnpasta mit reduziertem Fluoridgehalt (bis 500 ppm) verwendet werden. Alle Fluoridierungsmaßnahmen (Salz, Tabletten etc.) sollten mit dem Zahnarzt besprochen werden.


Dentalfluorose

Dentalfluorose im fortgeschrittenen Stadium, weiße Flecken auf dem Zahnschmelz, die durch langfristige
Überdosierung von Fluorid entstehen.




Freiliegende Zahnhälse

Normalerweise wird der Zahnhals vom Zahnfleisch geschützt. Wenn das Zahnfleisch zurückgeht liegt das Zahnbein (Dentin) frei. Dentin ist weicher als der harte Zahnschmelz und deshalb anfälliger für Zahnhalskaries und Abrasion. Zudem ist es von vielen, feinen Kanälchen, den so genannten Reizleiterkanälchen, durchzogen. Sie leiten äußere Reize, wie heiß, kalt, süß, sauer oder Berührungen an den Zahnnerv weiter. Die spürbare Folge: schmerzempfindliche Zähne.
Hauptursachen für freiliegende Zahnhälse sind vor allem Zahnfleischverletzungen durch zu harte Zahnbürsten, zu hohen Putzdruck oder falsche Putztechnik, Rückgang des Zahnfleisches und Absplittern des Zahnschmelzes durch Zähneknirschen und die natürliche Alterung.




Fructose

Fruchtzucker. Einfachzucker, der für Diabetiker verträglicher ist als andere Zucker. Wird ebenso wie Haushaltszucker (Saccharose) von den Bakterien des Zahnbelags zu Milchsäure abgebaut und kann so auf Dauer Karies auslösen.




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