
elmex Forschung: Es ist erfreulich, dass Mütter in Deutschland ihre Sprösslinge durchschnittlich etwa sechs Monate stillen. Denn Stillen ist die natürlichste und beste Ernährung für den Säugling. Es ist praktisch und gesund zugleich. Alle Berufe im Gesundheitsbereich sollten deshalb das Stillen als einzige Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr mindestens bis zum vollendeten vierten und spätestens bis zum sechsten Lebensmonat fördern. Beim Durchbruch des ersten Milchzahns (etwa im Alter von sechs Monaten) sollten Mütter allerdings das „Stillen auf Verlangen“ meiden. Das heißt, sie sollten das Kind nicht zu häufig an die Brust legen und es auch nicht daran einschlafen lassen.
Der Grund dafür ist, dass Muttermilch etwa 7% Milchzucker (Lactose) enthält und von daher ein kariogenes Potenzial hat. Das Einschlafen beim Nuckeln an der Mutterbrust über lange Zeiträume hinweg kann nach dem Zahndurchbruch zu Milchzahnkaries führen. Deshalb sollte die regelmäßige Mund- und Zahnreinigung zur selbstverständlichen Körperpflege des Säuglings gehören. Schon mit dem Durchbruch des ersten Milchzahnes sollten die Eltern beginnen, die Zähne ihres Kindes einmal täglich (am besten abends) mit einer höchstens erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinder-Zahnpasta zu putzen. Diese sollte eine kindgerechte Fluoridkonzentration – und zwar möglichst aus Aminfluorid – enthalten. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Aminfluorid schon in geringerer Konzentration einen Schutzfilm aufbaut, der die Mineralisation der Zähne fördert.
Ab dem zweiten Geburtstag sollten Eltern die Milchzähne des Kindes morgens und abends putzen. Wichtig ist, dass sie das Zähneputzen bei Kleinkindern selbst übernehmen und bis in das Schulalter die Zähne des Kindes nachputzen. |