Die Mundgesundheit kann im Alter durch sehr viele Faktoren beeinflusst werden. Hierzu zählt z.B. auch die Depression, eine seelische Störung, die unter anderem durch den Verlust des Ehepartners oder eine schwere Krankheit verursacht werden kann. Die Folge einer Depression kann mangelnde Mundhygiene sein.
Altersbedingte Veränderungen
Gewebe in der Mundhöhle
Mit zunehmendem Alter verändern sich die verschiedenen Gewebe in der Mundhöhle. So nimmt z.B. die Anzahl der Schleimhautzellschichten und der Bindegewebsfasern ab.
Speicheldrüsen
Das Gewebe der Speicheldrüsen bildet sich zurück. Diese Veränderung ist besonders an den kleinen Speicheldrüsen in der Mundschleimhaut ausgeprägt. Xerostomie (Mundtrockenheit) ist die Folge.
Zähne
Die Zähne werden mit zunehmenden Alter spröder und sind deshalb stärker bruchgefährdet. Häufig sind Abnutzungserscheinungen wie Erosion, Abrasion und Attrition im fortschreitenden Alter beobachtbar. Parodontitis tritt im höheren Alter häufiger auf.
Kieferknochen
Auch der Kieferknochen baut sich mit dem Alter ab. Durch den Druck schlecht sitzender Zahnprothesen, kann dieser Prozess beschleunigt werden.
Motivation zur Mundhygiene
Wichtig ist es, auch ältere Menschen über die Notwendigkeit der Mundhygiene aufzuklären. Das Ziel „Gesund im Alter – auch im Mund“ ist erreichbar, wenn es Ihnen gelingt, Ihre Patienten für eine regelmäßige Mundhygiene zu motivieren.
Gruppeneinteilung
Um eine optimale Mundhygiene für alle Patienten, z. B. in Alten- oder Pflegeeinrichtungen sicherzustellen, kann eine Gruppeneinteilung der Patienten nach der Intensität des Pflegebedarfs hilfreich sein.
Patienten, die zur selbständigen Mundhygiene nicht in der Lage sind.
Zahnprothesen
Die regelmäßige Kontrolle der Zahnprothese auf Funktion und richtigen Sitz ist vor allem die Aufgabe des Zahnarztes.
Einige Mängel an Prothesen sollte die Pflegekraft selbst erkennen: Passungenauigkeit, Druckstellen, notwendige Erweiterung bei Zahnverlust, Herausnehmbarkeit der Prothese, problemlose Reinigungsmöglichkeit.