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GABA Symposium anlässlich der DGP Jahrestagung 2008 in Nürnberg
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Bilder vom Symposium |

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Beiträge vom interdisziplinären GABA Symposium „Der Patient mit allgemeingesundheitlichen Beeinträchtigungen in Ihrer Praxis“ auf der DGP Jahrestagung am 26. September 2008 in Nürnberg.
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Prof. Dr. Thomas Kocher, Universität Greifswald

Im ersten Vortrag des Tages ging Prof. Dr. Thomas Kocher von der Universität Greifswald auf die Zusammenhänge zwischen Allgemeinerkrankungen und Parodontalerkrankungen ein. Zudem stellte er den neuen DGP Ratgeber 2 „Gesundes Zahnfleisch“ vor.

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Dr. Marcus Dörr, Universität Greifswald

Dr. Marcus Dörr, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Universität Greifswald, ergänzte die Sichtweise von Prof. Dr. Kocher durch seinen internistischen Blickwinkel. Chronische Entzündungsprozesse, wie Parodontitis, seien für Erkrankungen, die den Gesamtorganismus betreffen, durchaus bedeutsam. Bei Risikopatienten mit Diabetes mellitus, oder gar Hoch-Risiko-Patienten, wie von Immunsuppression und Herzerkrankungen Betroffene, sei ein intensives Prophylaxe-Konzept zur Reduktion des Infektionsrisikos obligat.

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Dr. Klaus-Dieter Bastendorf, Eislingen

Aus Sicht des niedergelassenen Zahnarztes rundete Dr. Klaus-Dieter Bastendorf aus Eislingen die Thematik des Symposiums ab. Er ging auf die unterschiedlichen Anamneseformen und deren Zielrichtungen ein. Neben der freien Anamnese, die eine Dokumentation der Gespräche mit dem Patienten darstellt, existiere die vollstandardisierte Anamnese, die ausschließlich Daten ohne Beitrag des Patienten erfasse. Die teilstandardisierte Anamnese stelle einen Mittelweg aus beiden Anamnesetypen dar, der besondere Relevanz zustünde. Durch eine genaue Fall-Dokumentation sei eine Risikobestimmung und -minimierung, aber auch die Dokumentationspflicht, erfüllt.

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Zusammenfassung der Diskussion GABA-Symposium |

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Das Thema des GABA Symposiums „Der Patient mit allgemeingesundheitlichen Beeinträchtigungen in Ihrer Praxis“ sprach mit 150 Teilnehmern eine große Anzahl Kongressbesucher an.
Lebhaft wurde insbesondere die Antibiotikaprophylaxe bei Risikopatienten diskutiert, die ausführlich von Dr. Marcus Dörr in seinem Vortrag aus Sicht des Kardiologen dargelegt wurde. Es wurde noch einmal unterstrichen, dass die neuesten Leitlinien hier die Antibiotikaprophylaxe auf eine viel kleinere Patientengruppe als früher einschränken.
Nicht nur die vom Zahnarzt einzusetzende Antibiotikaprophylaxe ist bedeutend, sondern auch die Auswirkungen einer Medikamentation der Patienten mit allgemeingesundheitlichen Beeinträchtigungen auf eine zahnärztliche Behandlung sollten dem Zahnarzt bewusst sein. Hier ist allerdings ganz entscheidend, dass der behandelnde Zahnarzt überhaupt von der Erkrankung bzw. Medikamentation Kenntnis hat. Dr. Klaus-Dieter Bastendorf legte deshalb allen Kolleginnen und Kollegen ans Herz, für solche notwendigen Informationen eine regelmäßige Anamnese durchzuführen. Er empfahl, die Patienten bei jedem Zahnarztbesuch unterschreiben zu lassen, dass sich am Zustand ihrer Allgemeingesundheit bzw. der Medikamenteneinnahme nichts geändert hat. |

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Nicht in den Vorträgen angesprochen, aber ein dringendes Anliegen der Zahnärzte in der Diskussion war die Frage nach einem Therapiekonzept für Patienten mit Strahlenbehandlung oder Chemotherapie. Hier mussten die Referenten erklären, dass es sehr schwierig sei, eine allgemeingültige Empfehlung auszusprechen. Problematisch sei bei diesen Patienten häufig die optimale Abstimmung zwischen behandelnden Allgemeinmedizinern und Zahnärzten sowie der häufige Zeitdruck unter dem der Zahnarzt eine Sanierung des Gebisses vornehmen müsse. Professor Thomas Kocher empfahl den Zuhörern, ihre Patienten unter Strahlenbehandlung bzw. Chemotherapie nicht mit Chlorhexidin sondern beispielsweise mit einer Mundspül-Lösung mit Aminfluorid/Zinnfluorid spülen zu lassen, da diese für die angegriffenen Schleimhäute der Mundhöhle dieser Patienten besser verträglich sei.
Auch wenn noch lange nicht alle Zusammenhänge zwischen Parodontalerkrankungen und Allgemeinerkrankungen geklärt sind, waren sich alle Referenten einig, dass eine optimale Mundhygiene bei den Patienten mit allgemeingesundheitlichen Beeinträchtigungen anzustreben ist und die Kommunikation zwischen den Zahnmedizinern und Allgemeinmedizinern zum Wohle der Patienten weiter verbessert werden muss.
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Pressekontakt |

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Dr. Stefan Hartwig PR & Communication Berner Weg 7 79539 Lörrach |

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