
Die effektive und erfolgreiche Behandlung von Mundgeruch erfordert eine professionelle Diagnostik und Therapie in einer speziellen Sprechstunde. Die Diagnostik beginnt mit einem Halitosis-Fragebogen, gefolgt von einer dezidierten intra- und extraoralen Befunderhebung, die sich deutlich von einer „normalen“ zahnärztlichen Untersuchung unterscheidet, sowie der Evaluation von Halitosis-Risikofaktoren. Organoleptische und instrumentelle Mundgeruch-Messungen schlieβen sich an. Am Ende der Befundaufnahme werden eine Diagnose gestellt und die möglichen lokalen oder systemischen Ursachen mit dem Patienten diskutiert. So unterschiedlich die Ursachen sind, so unterschiedlich müssen auch die Therapiekonzepte sein, die für jeden Patienten individuell entwickelt werden müssen. Eine „Standard-Therapie“ führt lediglich zu zahlreichen Misserfolgen. Die Therapien reichen von einer einfachen Verbesserung der Mundhygiene inklusive Zungenreinigung über eine Stimulation der Speichelflieβrate bis hin zum Einsatz von Probiotika und dem Erlernen von Entspannungstechniken zum Stressabbau. Im sich anschlieβenden Recall werden die Befunde jeweils neu erhoben und der Therapieerfolg überprüft. Bleibt nach Elimination sämtlicher in Frage kommender oraler Ursachen der Therapieerfolg aus, müssen sich gegebenenfalls hals-nasen-ohrenärztliche oder internistische Untersuchungen anschlieβen. Die Erfolgsrate bei einer konsequent durchgeführten Mundgeruch-Sprechstunde liegt heute deutlich über 90%. |