
Mundgeruch ist für viele Patienten ein Symptom das grossen Leidensdruck erzeugt. Den Patienten mit Mundgeruch zu behandeln, ihn von diesem auch psychischen Leiden zu befreien, stellt heutzutage kaum mehr ein Problem dar. Wie aber begegnet man einem Patienten, der über nicht vorhandenen, „eingebildeten“ Mundgeruch klagt? Experten unterscheiden hier zwischen einer leichteren Form des eingebildeten Mundgeruchs, der Pseudo-Halitosis und einer schwereren Form, der Halitophobie. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um den Symptomkomplex einer schweren psychischen Störung, die in professionelle Hände gehört. Während Patienten mit Pseudo-Halitosis sich relativ einfach davon überzeugen lassen, dass ihre Halitosis gar nicht existent ist, weigern sich Halitophobie-Patienten diese Möglichkeit überhaupt nur in Betracht zu ziehen. Sie haben oft eine jahrelange Ärzte- und Zahnärzte-Odyssee hinter sich und wünschen sich verzweifelt eine Lösung ihres eingebildeten Problems herbei. Der Vortrag wird vor allem folgende Punkte beleuchten: Mögliche Entstehung der Halitophobie, Versuch einer Einordnung in die bekannten psychischen Störungen, einfühlsame Kommunikation mit Halitophobie-Patienten, die nicht ganz einfache Überweisung zum Spezialisten (Psychiater), Behandlungsmöglichkeiten. |